Der Bürgerverein Freiburg-Mooswald e.V. lud interessierte und betroffene Bürger und Bürgerinnen zur dritten Bürgerversammlung am Mittwoch 4. Dezember 2013 ab 19 Uhr ins Fritz-Hüttinger-Haus ein (Am Hägle 1).  Für das Gewerbegebiet in Mooswald untersucht das Stadtplanungsamt seit Herbst 2012, in welche Richtung es sich weiter entwickeln kann. Ziel sei es, laut Mitteilung der Stadt Freiburg, ein verträgliches Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe zu ermöglichen, in dem Gewerbebetriebe nicht eingeschränkt und das Wohnen nicht belastet werde. In diesem dritten Bürgergespräch wurden nun weitere Ergebnisse der Untersuchung des Stadtplanungsamtes vorgestellt. Von den Ergebnissen der Bürgerversammlung berichtete die Badische Zeitung in ihrer Ausgabe vom Fr. 06. Dezember 2013 von Steve Przybilla

Planungsstand

Die aktuelle Wohnraumnot von Freiburg ist wohl Anlass für den nun jetzt vorgestellten Entwurf für das Areal zwischen Berliner Allee, Ensisheimer, Elsässer und Falkenbergerstraße. Bisher ist das Wohnen dort nur eingeschränkt möglich, weil dieser Bereich als striktess Gewerbegebiet mit ca. 50 Betrieben ausgewiesen ist. Das städtische Planungsamt stellte nun in der Bürgerversammlung am Mi. 4. Dezember 2013 im Fritz-Hüttinger-Haus vor, wie eine perspektivische Entwicklung aussehen könnte.

Die aktuellen Entwürfe gehen von einer Unterteilung des Areals vor: Der „Kern“ zwischen Türkheimer Straße, Rufacher Straße und Straßburger Straße bleibt reines Gewerbegebiet. Nach außen hin grenzt eine Pufferzone an: zunächst ein „eingeschränktes Gewerbegebiet“ mit strengeren Lärmauflagen (dort sind nur Betriebswohnungen erlaubt) und ein Mischgebiet mit bis zu 60 Prozent Wohnanteil. „Eine Tür-an-Tür-Nutzung von Wohn- und Gewerbegebiet ist rechtlich nicht möglich“, so Planungsamtsleiter Roland Jerusalem.

Horst Bergamelli vom Bürgerverein Mooswald stellte die Forderung: „Wir sollten alles tun, um unseren Stadtteil durch mehr Wohnungen zu stärken“.

  • Als Nächstes werden die Pläne am 10. Dezember 2013 dem Gemeinderat Freiburg präsentiert.
  • Anschließend soll 2014 das Bauleitplanverfahren starten.
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